Jesu Freunde begeistern

Korinth ist eine große Hafen­stadt in Griechenland. Menschen aus der ganzen Welt treffen hier zusammen. Genau der richtige Ort, um Neuigkeiten zu erfahren oder Botschaften zu verbreiten. Der richtige Platz, um der Welt zu verkünden: Jesus lebt!
Julia Gierlach
Julia Gierlach

Seit einiger Zeit leben wir, mein Mann und ich, in Korinth. Mein Mann heißt Aquila. Und ich bin Priska. Aquila und ich glauben, dass Jesus Christus der Retter ist, auf den wir Juden schon so lange warten. Wir glauben, dass er auferstanden ist. Er ist bei uns. Jeden Tag. Wir finden: Das ist eine wirklich gute Botschaft. Alle Menschen auf der Welt sollten sie hören. Und sie sollten erleben, wie gut es tut, zu Jesus zu gehören. Deshalb laden wir Menschen zu uns nach Hause ein. Wir feiern mit ihnen. Wir erzählen von Jesus. Wir essen zusammen. Wir kümmern uns umeinander. Wenn einer Hilfe braucht, sind wir zur Stelle. Und wenn es jemandem gut geht, teilt er gerne mit den anderen.

Die Menschen um uns herum merken, dass das eine tolle Sache ist mit Jesus. Sie werden neugierig. Besuchen uns. Feiern mit. Und viele lassen sich taufen. Wir Christen werden immer mehr. Mein Mann ist Zeltmacher. Ein sehr guter. Unser Laden mitten in Korinth ist gefragt. Von nah und fern kommen Menschen, um bei uns arbeiten zu lassen: Zelte und Sonnendächer. Wir liefern in jeder Größe und bester Qualität. Eines Abends tauchte ein Fremder vor unserem Geschäft auf. Er schaute Aquila eine Weile bei der Arbeit zu. Ich wollte meinem Mann gerade einen Krug Wasser bringen, als der Fremde sagte: „Du arbeitest wirklich flink und doch sehr sorgfältig. Die Menschen hier können froh sein, so einen guten Zeltmacher in der Stadt zu haben.“ Verblüfft schauten wir ihn an: „Du verstehst dich auf das Zeltmacher-Handwerk?“ Er verneigte sich höflich in meine Richtung: „Oh ja, ich habe selber eine Weile als Zeltmacher gearbeitet. Doch heute reise ich durch die Welt, um den Menschen von Jesus Christus zu erzählen.“

Fast hätte ich den Krug fallen lassen: „Du bist ein Freund von Jesus Christus? Hast du ihn selber kennengelernt? Was war er für ein Mensch?“ Der Fremde lachte: „Ich merke, auch ihr kennt Jesus! Wie schön. Aber ich muss euch enttäuschen. Ich habe Jesus leider auch nicht persönlich gekannt. Übrigens: Mein Name ich Paulus.“ Begeistert schüttelten wir ihm die Hand. Ich lud ihn ein: „Hast du schon eine Unterkunft in der Stadt? Wir würden uns freuen, wenn du unser Gast bist!“ Paulus strahlte: „Es ist wunderbar, so willkommen zu sein. Gerne nehme ich eure Einladung an.“ Paulus blieb nicht nur eine Nacht bei uns. Fast anderthalb Jahre lebte er in unserem Haus. Er arbeitete mit in der Werkstatt, feierte mit uns und unseren Freunden, erzählte von Jesus, diskutierte und betete mit uns. Seine Begeisterung für Jesus war unglaublich ansteckend. Wir wurden beste Freunde.

Monika Schell
Als die ersten Christen sich trafen, um zu beten und zu singen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern, gab es noch keine Kirchen. Man traf sich einfach bei jemandem zu Hause, der Platz genug hatte. Es gab auch keine Priester, die die Gemeinden leiteten. Das machten einfach Menschen, die Spaß daran hatten. So wie Priska und Aquila. Diese Hausgemeinden müssen sehr beeindruckend gewesen sein. Viele Menschen schlossen sich ihnen an und wollten dazugehören.

Die Erlebnisse von Priska, Aquila und Paulus in Korinth findest du in der Apostelgeschichte, Kapitel 18, 1 bis 11.
Illu: Julia Gierlach

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