WWF

WWF-Feriencamps

WWF/Juliane Gerhardt
WWF/Juliane Gerhardt

Für Kinder und Jugendliche bietet der WWF ein Urlaubsangebot der beonseren Art. So werden in diesem Jahr 48 Abenteuercamps in Deutschland und Europa angeboten. Das Angebot reicht vom Überlebenstraining in norddeutschen Wäldern über Abenteuer auf dem Bauernhof bis hin zu Expeditionenen durch katalanische Schluchten. Wenn ihr bei den Kindercamps mitmachen wollt solltet ihr zwischen sieben und dreizehn Jahren alt sein und für die Jugendcamps zwischen 13 und 21 Jahren. Im Vordergrund steht bei den Camps der Spaß und das Erleben der Natur. "Kinder und Jugendliche sollen bei uns eine tolle und abwechslungsreiche Zeit haben", sagt Nicole Barth vom WWF Deutschland. Die ersten Camps starten im April und das letzte endet im Oktober. Mehr Informationen und Möglichkeiten euch anzumelden findet ihr unter young-panda.de/camps und wwf-jugend.de/camps. 

Tobias Böcher

Neue skurile Tierarten entdeckt

Foto: Judith Eger/WWF
Foto: Judith Eger/WWF

Eine Vampir-Fledermaus mit riesigen Fangzähnen, ein Frosch, der je nach Stimmung seine Farbe wechselt, und eine Wespe, die ihre Opfer bei lebendigem Leib aussaugt – es sind Wesen wie aus Fantasy-Filmen, die die Naturschutzorganisation WWF jetzt vorgestellt hat. Insgesamt hat das Forscherteam am Mekong, einem der längsten Flüsse der Welt, 139 neue Arten gefunden

Der Mekong fließt durch sechs Länder in Südostasien. An den Ufern haben es sich bis dahin unbekannte Erden-Bewohner gemütlich gemacht.  „Einige dieser Tiere und Pflanzen könnten direkt einem Märchenbuch entsprungen sein und zeigen, wie kreativ und magisch Evolution abläuft“, sagt die zuständige WWF-Referentin Kathrin Hebel. Der besonderen „Magie“ zollten die Forscher auch bei der Namensgebung Tribut. So benannten sie eine Wespenart, die ihre Beute mit einem Stich betäubt und dann bei lebendigem Leibe aussaugt, mit Ampulex dementor nach den berüchtigten, seelen-aussaugenden Dementoren aus der Harry Potter-Reihe.

Unentdeckter Lebensraum
„Die Mekong-Region ist eine der letzten weitgehend unerforschten Ecken der Erde, mit unglaublicher biologischer Vielfalt“, so Hebel. Doch die WWF-Expertin zeigt sich bei aller Begeisterung vor allem besorgt: „Zahlreiche Arten drohen zu verschwinden, bevor sie überhaupt entdeckt wurden. Der Bau von Straßen, große Stauanlagen und schnell wachsende Städte bedrohen die Artenvielfalt am Mekong.“
 
Unter den Neuentdeckungen 2014 finden sich 90 Pflanzen, 23 Reptilien, 16 Amphibien, 9 Fische und ein Säugetier. Die Mekong-Region erstreckt sich über Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand, Vietnam und Chinas südwestliche Provinz Yunnan. Seit 1997 wurden hier weit über 2000 neue Arten wissenschaftlich beschrieben - im Durchschnitt drei neue Arten pro Woche. In dem Bericht finden sich diesmal u. a.
 
Ampulex dementor
Die Wespe wurde durch eine Abstimmung unter den Besuchern des Berliner Naturkundemuseum nach Figuren aus den Harry-Potter-Bücher benannt. Die Wespen lähmt mit Gift ihre Beutetiere und verschlingt sie dann bei lebendigem Leibe. ,
 


Foto: Jodi Rowle/Australian Museum/WWF
Foto: Jodi Rowle/Australian Museum/WWF
Gracixalus lumarius
Die Frösche präsentieren sich in einer besonderen Kombination aus Rosa und Gelb - zumindest in der Nacht. Tagsüber verblasst ihr gelber Rücken zu einem stumpfen Braunton. Warum und wie der Frosch die Farbe ändert ist bisher nicht bekannt.
 


Hypsugo dolichodon
Die Fledermaus mit ihren langen, furchterregenden Fangzähnen mag an einen Vampir erinnern und uns einen Schrecken einjagen, trotzdem hat sie mehr Grund, den Menschen zu fürchten als umgekehrt. Ihr Lebensraum in Laos ist durch Infrastrukturprojekte bedroht.
 



 

Mit dem Panda in die Ferien

Foto: WWF/Svenja Fox
Foto: WWF/Svenja Fox

Auf der Ostsee die Segel setzen oder durch die Berge Transsilvaniens streifen – das sind nur zwei von vielen Abenteuern, die Ihr im kommenden Jahr mit dem neuen WWF-Ferienprogramm erleben könnt. Insgesamt 33 Reisen hält der WWF zum Kennenlernen von Natur und Wildnis bereit.

„Wir wollen, dass die Kinder und Jugendlichen nicht nur einen unvergesslichen Urlaub haben, sondern dabei direkt in die Natur eintauchen“, sagt Anke Fröbel vom WWF Deutschland über das Ziel der Camps.

Die Natur kennen und lieben lernen
Die Camps, die zwischen drei und 15 Tage dauern, richten sich an Mitglieder des Kinderclubs Young Panda (für sieben bis 13-Jährige) und der WWF Jugend (13 bis 21-Jährige) und solche, die es werden wollen. „Wir laden die Kinder und Jugendlichen ein, sich ganz neu durch die Umwelt zu bewegen und sie fortan mit anderen Augen zu sehen“, so Anke Fröbel. „Denn was man kennt und schätzen gelernt hat, das will man auch schützen. Wir wollen besondere Einblicke geben in verschiedene Ökosysteme und deren faszinierende Tier- und Pflanzenwelt.“

Bestens versorgt und mit jeder Menge Abwechslung, das versprechen die Organisatoren. Ihr könnt Euch ab sofort unter www.young-panda.de/camps und www.wwf-jugend.de/camps über die Reisen informieren und direkt anmelden.
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Neue Tierarten entdeckt

Foto: Javier Garcia /WWF
Foto: Javier Garcia /WWF

Für Tiere und Pflanzen sind die Tropenwälder am Amazonas ein richtiges Paradies. Hier haben sie genügend Nahrung, die sie zum Leben brauchen. Jetzt sind wieder 441 neue Arten entdeckt worden. Ein ganz besonderes Exemplar ist der „schnurrender Affe“.

In den Tropenwäldern des Amazonas wurden in den letzten vier Jahren 441 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Das berichtet der WWF in einer aktuellen Untersuchung. Darunter sind auch wahre Kuriositäten wie eine Affenart, deren Jungtiere sich bei Wohlbefinden gegenseitig anschnurren. Oder ein Piranha, der – ganz anders als seine bislang bekannten Verwandten – streng auf vegetarische Kost setzt.

Die meisten der neuen Tierarten kommen nur in sehr kleinen Gebieten vor. Laut WWF gehen am Amazonas jede Minute Wälder in der Größe von drei Fußballfeldern verloren. Deshalb sterben viele Arten noch vor ihrer Entdeckung aus.

Unter den 441 neuentdeckten Arten sind insgesamt 258 Pflanzen, 84 Fische, 58 Amphibien, 22 Reptilien, 18 Vögel und ein Säugetier. „Der Amazonas ist eine wahre Schatztruhe des Lebens“, so Roberto Maldonado vom WWF. „Die Neuentdeckungen zeigen uns, dass es immer noch viel zu erforschen gibt. Wir müssen diesen einmaligen Lebensraum dringend erhalten.“

Rund zehn Prozent aller Tier- und Pflanzenarten der Erde hätten in den Tropenwäldern des Amazonas ihr Zuhause. Nirgendwo sonst auf der Erde sei die Vielfalt an Lebewesen so hoch.

Bärige Verstärkung für den SC Freiburg

Foto: Janna Frohnhaus/WWF
Foto: Janna Frohnhaus/WWF

Der SC Freiburg spielt in der Bundesligapartie gegen Eintracht Frankfurt am 6. Oktober 2013 mit ungewöhnlicher Unterstützung: Das Trikot der Mannschaft ziert an diesem Tag das Panda-Logo des WWF. Anlass ist der 50. Geburtstag des WWF in Deutschland.

Der Panda ist nicht nur das Wappentier der Naturschutzorganisation, er gilt auch als chinesisches Glückssymbol. Und dieses Glück können die Freiburger Kicker gut gebrauchen, denn ihr Start in die Bundesliga-Saison war nicht so toll.

Das Logo wird vorn auf den Trikots der Spieler zu sehen sein, wo sonst die Molkerei Ehrmann Werbung macht. "Mit der Aktion wollen wir ein Zeichen für den Natur- und Umweltschutz setzen und dem WWF unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag übermitteln", sagt Gunther Wanner, Marketingleiter bei Ehrmann.

Pandas on Tour
Mit dabei sind auch 1.600 Große Pandas aus Pappe.  Sie bilden vor dem Spiel im Anstoßkreis eine riesige 50. Die Zahl 1600 ist nicht zufällig gewählt: Sie entspricht exakt der Anzahl der noch in Freiheit lebenden Pandas. Die Trikots werden anschließend zugunsten eines WWF-Projektes versteigert.

Der WWF kümmert sich seit 50 Jahren um bedrohte Tier- und Pflanzenarten wie Tiger und Eisbär, aber auch um ihre gefährdeten Lebensräume wie die Regenwälder oder die Arktis. Fast überall auf der Welt haben Mitarbeiter des WWF bereits mit viel Einsatz wertvolle Natur vor der Zerstörung bewahrt. Das Geld dafür kommt von etwa fünf Millionen Menschen, die den WWF weltweit unterstützen. Der WWF ist heute eine der größten Naturschutzorganisationen der Welt. WWF ist die Abkürzung für das englische World Wide Fund For Nature und bedeutet auf Deutsch: Weltweite Unterstützung für die Natur.

Der WWF hat eine eigene Seite für Kinder und Jugendliche:  www.young-panda.de
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